Chronik - 1970 bis 1979

Die erste Sitzung in der Gaststätte Köbgens, bei Konrad, fand aus Platzmangel ohne Präsident und Elferrat statt. Zur Kegelbahn gab es nur eine Doppeltür  und in diese stellte man die Bütt!

Aber es gab ein Programm, Konrad hatte sich wirklich viel Mühe gegeben.

Als Akteure stellten sich dem Publikum, in einer total überfüllten Gaststätte, Konrad Schavier, Walburga Schavier, Hans Schavier, Margarethe Dohmen, Käthe Dombi und Josef Hens, dessen karnevalistische Karriere ja bekanntlich 1968 als Traktorfahrer begann und über viele Jahre als Büttenredner und Elferratsmitglied glanzvoll weitergeführt wurde.

Am Ende der Sitzung war das Publikum begeistert und man hoffte, dass es nun auch wieder weiter gehen würde.

Nach der Session 1970 berief der noch amtierende 1. Vorsitzende Fritz Geussen am 14.03.1970 eine Versammlung ein. Thema war die Wahl eines neuen Vorstands, man wollte die Stunde nutzen, denn die Begeisterung nach der Sitzung war noch groß.

Es stellten sich auch Leute zur Verfügung und letzten Endes  gewählt wurden:

1. Vorsitzender                Franz Lenzen

2. Vorsitzender                Fritz Geussen

1. Schriftführer                Johannes Hens

2. Schriftführer                Peter Leufen

1. Kassierer        Franz Heinrich Lenzen

2. Kassierer        Günter Gillessen

 

Als Präsidenten wurden Heinrich Schröder und Johannes Bücher gewählt.

Der Mitgliederbeitrag wurde auf 0,50 DM festgelegt und um 22.30 Uhr wurde die Versammlung geschlossen.

Da die KG nun einen Vorstand hatte, musste dieser auch um Ausgleich in seinen Aktivitäten sorgen. So beschloss man auf einer Versammlung am 30.01.71 die 1. Sitzung am 06.02.71 bei Konrad Schavier zu veranstalten und, da die Nachfrage so groß war, eine 2. Sitzung am 20.02.71 in der Gaststätte Meyer abzuhalten.

Nach den Sitzungen hatte man etwas Geld übrig behalten und man beschloss, einen gemütlichen Abend mit "Erbsensuppenessen" bei Alo Schmitz durchzuführen.

1972 fanden die Sitzungen im Wechsel statt, die 1. In der Gaststätte Meyer, die 2. In der Gaststätte Köbgens.

Ab 1973 fanden beide Sitzungen bei Konrad Schavier statt, die Gebrüder Meyer hatten sich entschlossen, keine Sitzungen mehr durchführen zu lassen.

Für die Session 1972 wurden die ersten Karnevalsorden für die KG angeschafft.

1974 änderten sich einige wichtige Dinge in der KG. Der Präsident Heinrich Schröder bat die Gesellschaft ihn vom Amt des Präsidenten frei zu stellen. Die Doppelbelastung (Präsident in Dürboslar und Siersdorf) wurde über diese vielen Jahre hinweg zu groß.

ungerne entsprach man diesem Wunsch.

Danke Heinrich Schröder!!!

Bei der Hauptversammlung am 08.09.1974 standen die Neuwahlen des Vorstandes wieder auf der Tagesordnung.

Gewählt wurden:

1. Vorsitzender                Johannes Hens

2. Vorsitzender                Toni Pütz

1. Geschäftsführer         Franz Lenzen

2. Geschäftsführer         Günter Gillessen

1. Schriftführer                Claus Gabler

2. Schriftführer                Annemarie Lenzen

Zeremonienmeister      Josef Büttgen

Präsident            Johannes Bücher

Johannes Bücher
Johannes Bücher

Dieser war für seinen großen Mutterwitz im Ort bekannt, die KG Schlemmännchere hat ihm viele schöne Sitzungen zu verdanken und er war es auch, der es schaffte, das Trommlercorps Dürboslar zur Mitwirkung zu gewinnen.

Dem Trommlercorps ist die KG Schlemmännchere zu großem Dank verpflichtet. Es hat sich als Allrounder gezeigt bei Karnevalsumzügen, bei den Aufzügen zu den Sitzungen besonders aber bei ihren Bühnenauftritten während der Sitzungen mit immer neuen hervorragend einstudierten Karnevalsschlagern. Mit ihrer Klasse haben die Mannen des Trommlercorps die in den 80er Jahren modernen Fanfahrencorps vergessen gemacht.

Ab 1974 hatte also nun Johannes Hens als 1. Vorsitzender die Geschicke der KG zu lenken, ein alt gedienter Karnevalist als Praktiker an der Spitze des Vereins. Unter seiner Leitung fanden nicht nur Sitzungen und Umzüge statt, er vergaß auch im restlichen Jahr seinen Verein nicht und organisierte mit seinem Vorstand große Gala-Abende mit Verlosungen und kleinem Programm für die Mitglieder.

Der Verein tätigte auch unter der Leitung von Johannes Hens einige größere Investitionen. Es wurden Mikrophone angeschafft, der Bühnenaufbau für den Elferrat wurde gebaut und außerdem bekam der Elferrat auch noch Mützen und Jacken.

Wo wir grade beim Thema Elferrat sind:

1971 und 1972 war, wie schon berichtet, der Platz in Konrad Schaviers Gaststätte sehr beengt und es gab keinen Präsidenten und Elferrat.

Andreas Sevenich entschloss sich aber dann dazu, die Wand zu Kegelbahn durch eine herausnehmbare Wand ersetzen zu lassen. Daraufhin hat dann die KG durch die Herren Claus Gabler und Peter Schmelzer das sogenannte Schiff als Tisch für den Elferrat und den Präsidenten bauen lassen.

Platz war also jetzt da, die Ausstattung auch und man fand auch schnell wieder die nötigen Männer für den Elferrat, dazu gehörten:

Toni Pelzer, Claus Gabler, Josef Reinhartz, Dieter Wilden, Willi Leufen, Peter Schmelzer, Helmut Lux, Willi Schröder, Franz Heinrich Lenzen, Franz Josef Kleuters und Willi Schneiders.

Von den genannten Personen haben die Herren Willi Schneiders, Willi Schröder und Dieter Wilden 20 Jahre und länger dem Elferrat die Treue gehalten. Eine lange aktive Zeit in einem Verein, wobei man auch anmerken muss, dass das finanzielle Engagement für ein Elferratsmitglied beträchtlich ist.

1974 wurde, neben den beiden großen Sitzungen auch erstmals eine Kindersitzung durchgeführt und das mit so großem Erfolg, dass sie bis heute nicht mehr aus dem Programm der KG Schlemmännchere wegzudenken ist.

Im Laufe des Jahres 1975 taten sich dann große Dinge in Dürboslar. Der Saal Schmitz an der Landstraße wurde von der Gemeinde renoviert, die Ratsvertreter in Aldenhoven waren der Meinung, die Vereine in Dürboslar brauchen einen neuen Veranstaltungsort. Nachdem der Saal Ende 1975 fertig gestellt war, stellte auch die KG die Überlegung an, diesen Raum zu nutzen. Auf einer Versammlung am 07.11.75 beschloss dann der Verein, aus der Gaststätte von Konrad in den Saal Schmitz zu wechseln.

Viel Arbeit kam auf Johannes Hens und seinen Vorstand zu. Große Unterstützung fand er dabei in den Mitgliedern Claus Gabler, Peter Schmelzer, Josef Büttgen, Toni Pütz und Franz Lenzen.

Mit vereinten Kräften wurde in den Saal eine Bühne eingebaut. Der Himmel über ihr wurde mit großen Stoffbahnen dekoriert, was ohne die fachliche Hilfe und das Näherische Können von Frau Franziska Gabler gar nicht machbar gewesen wäre.

Diese Saaldekoration war für die damalige Zeit eine wahre Meisterleistung. Die Session 1976 konnte kommen, es war alles getan.

Sie kam und wurde ein Riesenerfolg. Beide Sitzungen waren total ausverkauft, um 18.30 Uhr standen bereits die ersten Gäste vor der Tür um sich die besten Plätze zu sichern.

In den nun folgenden Jahren wurden große Sitzungen mit hervorragendem Programm, alles von eigenen Kräften gestaltet, im Saale Schmitz abgehalten. Der einzige auswärtige Programmpunkt war bei einigen Sitzungen der Auftritt von Fanfarencorps, bei deren Verpflichtung Johannes Hens seine guten Kontakte nutzte.

Mit dem Umzug in den Saal Schmitz machte die KG einen großen Schritt nach vorne. Man knüpfte die ersten Kontakte nach auswärts und besuchte z.B. 1976 die KG Turmschwalben bei ihrer Sitzung. 1977 besuchte man die KG Pattern.

Diese Besuche und Gegenbesuche kamen auch den Aktiven der KG zugute. Aufgrund ihres Könnens wurden viele eingeladen, auch auswärts aufzutreten. So ergab sich dann auch die Anfrage von Peter Pinell aus Freialdenhoven der, da es in Freialdenhoven keine Karnevalssitzung gab, wissen wollte, ob die Schlemmännchere nicht auch in Freialdenhoven eine Sitzung veranstalten könnten. Nach eingehender Überlegung im Vorstand und auf der Mitgliederversammlung kam man zu dem Entschluss, der Bitte nachzukommen. So veranstaltete die KG Schlemmännchere 1979 in Freialdenhoven nicht nur eine große Sitzung, sondern auch eine Kindersitzung, die beide sehr gut besucht und von Erfolg gekrönt waren.

Zu den Aktivitäten der KG gehörten in den 70er und 80er Jahren aber auch, im Wechsel mit den anderen im Gemeindegebiet ansässigen Karnevalsgesellschaften, die von der Gemeinde unterstütze Altensitzung durchzuführen. Auch dabei gab die KG eine gute Figur ab.

Nach dem Wechsel in den Saal Schmitz glaubte die KG, nun alle Probleme gelöst zu haben. Es lief auch einige Jahre sehr gut. Wie aber nun mal in jedem Verein, blieb die Lage nicht immer so. Es kam das Jahr 1979. Alo Schmitz hatte sich entschlossen, die Bewirtung im Saal aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu übernehmen. So hatte die KG im Herbst ´79 ein Problem und es musste gelöst werden. Denn nach den Investitionen im Saal seitens der Gesellschaft blieb keine andere Wahl und wo sonst sollte man außerdem hin? Johannes Hens und seine Mannschaft fanden die Lösung:

Einen jungen Mann, der schon zum damaligen Zeitpunkt ein Herz für Dürboslar hatte und zu einem großen Förderer der Dürboslarer Vereine werden sollte, Arnold Sevenich!

Nach kurzen Gesprächen mit der Vereinsleitung erklärte er sich bereit, den Ausschank in fremden Räumen zu übernehmen und bewahrte damit die KG vor großen Problemen. Die Session 1980 wurde ein großer Erfolg, denn viele junge Leute wandten sich wegen des jungen Wirtes wieder den Veranstaltungen der KG zu.

Nach all dem Einsatz der Aktiven in den 70er Jahren wollte der Vorstand ihnen  besonders Danken und schlug deshalb auf einer Versammlung einen Ausflug vor. Diesem Gedanken wurde mit großer Mehrheit zugestimmt und so fuhr man am 14.10.78 an die Ahr zum Weinfest nach... natürlich.

Heute noch erzählen die Alten zur vorgerückten Stunde von diesem Ereignis und kommen dabei schnell ins Schwärmen.