Chronik - 1980 bis 1989

Weiter ging es im Jahreskalender der KG. Bis Herbst 1980 war nicht klar, ob die Session im Saal Schmitz abgehalten werden konnte. Gerüchte über eine Geschäftsaufgabe der Familie Schmitz kursierten und bestätigten sich dann auch. Wie sollte es denn jetzt schon wieder weiter gehen?

Im Januar 1981 glätteten sich die Wogen. Es wurde eine Vorstandssitzung beim neuen Wirt an der Landstraße abgehalten.

Die Familie Hauch hatte das Anwesen der Familie Schmitz gekauft und die neue und doch bekannte Wirtin hieß Walburga Hauch. Bei ihr sollte für die nächsten Jahre das zu Hause der KG sein.

Sie versuchte auch ein paar Neuerungen einzuführen. So sollte auf der Versammlung am 20.01.1981 darüber abgestimmt werden, ob der Karnevalszug am Saal enden solle und ob die Plätze bei den Sitzungen nummeriert werden sollten.

Beide Vorschläge wurden abgelehnt. Die Session 1981 verlief mit neuer Wirtin erfolgreich und harmonisch. Das schlug sich auch im Kassenbericht nieder. Erstmals konnte den Aktiven zu ihren Unkosten ein Zuschuss von 20 DM gewährt werden. Dies wurde auf der Hauptversammlung am 25.03.81 beschlossen. Bei dieser Versammlung standen auch Neuwahlen auf dem Programm. Der neue Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

 

1. Vorsitzender                Johannes Hens

2. Vorsitzender                Toni Pütz

1. Geschäftsführer         Claus Gabler

2. Geschäftsführer         Andreas Kleinermann

1. Kassierer        Cläre Kramp

2. Kassierer        Josef Pütz

1. Beisitzer         Richard Tischendorf

2. Beisitzer         Monika Pütz

3. Beisitzer         Willi Leufen

1. Revisor            Paul Hens

2. Revisor            Josef Pütz

1. Präsident       Josef Bücher

2. Präsident       Albert Hoffman

 

Aus diesen Neuwahlen konnte man Hoffnung schöpfen, denn man hatte einige neue Mitglieder für die Vorstandsarbeit gewinnen können. Junge Leute, die in den Vorstand eingearbeitet werden sollten. Dem aufmerksamen Leser fallen Namen auf, die zum Teil heute noch die Geschicke der KG leiten.

Im Laufe des Jahres 1981 mehrten sich Gerüchte, dass der 1. Vorsitzende sein Amt zur Verfügung stellen wollte. Das dies nicht so sei stellte er aber auf der Versammlung am 27.12.81 klar. Einer allerdings gab im Laufe des Jahres sein Amt aus gesundheitlichen Gründen auf, der Präsident Johannes Bücher, der doch so lange als 2. Präsident und danach 8 Jahre lang als 1. Präsident die Sitzungen in hervorragender Weise geleitet hatte.

Sein Entschluss machte es nötig, dass ein junger Mann die Verantwortung des Präsidentenamtes auf sich nahm. Als 3. Präsident der KG Schlemmännchere übernahm Albert Hoffman die Leitung der Sitzungen.

Seine erste Sitzung war in der kurzen Session am 30.01.82.

1983 war, wenn man zurück rechnet, eine besondere Session für die KG. Man feierte Jubiläum, das 33-jährige, 3x11 – ein Karnevalsjubiläum.

Es wurde in angemessenem Rahmen gefeiert. Zur Freude und Überraschung aller gab der Elferrat, unter der Leitung von Siegfried Lautermann, der sich beim Einstudieren mit den Laien sehr viel Mühe gemacht hatte, das Ochsenlied auf der Sitzung zum Besten. Außerdem sollten besondere Orden an das Jubiläum erinnern. Im Übrigen verlief das Jahr ruhig und harmonisch.

Aber dann kam es:

Die Familie Hauch hatte sich entschlossen, den Saal intensiver zu nutzen. Dabei spielte aber die Gemeindeverwaltung nicht so einfach mit, schließlich hielt sie noch für die Vereine die Hand über den Saal. Die Probleme konnten aber aus dem Weg geräumt werden und so stellte die Familie Hauch für die Veranstaltungen der Vereine ein Zelt zur Verfügung, das für den Karneval 1984 erstmals auf dem Germaniaplatz aufgestellt wurde.

Für die Veranstaltungen wurde es beheizt. Gott sei Dank war es um Karneval nicht so kalt und das Zelt war bei beiden Sitzungen bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Tage vor den Sitzungen waren eine große Herausforderung für alle Verantwortlichen.

Das Zelt stand erst 3 Tage vor der 1. Sitzung zur Verfügung. Es musste die Bühne dekoriert werden, das Schiff musste mit neuen Halterungen aufgebaut werden, die Beleuchtung für die Bühne reichte nicht aus, es müssten neue Scheinwerfer installiert werden, die Eingangstüren mussten wegen Zugluft abgekleidet und die Lautsprecheranlage eingerichtet werden. Aber dank vieler Helfer wurde alles rechtzeitig fertig. Nach dieser Anstrengung wurde die KG mit einer hervorragenden Session 1984 belohnt.

Einer war allerdings etwas betrübt, der Verfasser dieser Chronik. Er wurde am Karnevalsdienstag um 6.00 Uhr morgens, nachdem er den Rosenmontag mit Erbsensuppe und reichlich Bier bis in die Nacht hinein gefeiert hatte, unsanft durch den Lärm der Zeltebauer geweckt. Er sprang aus dem Bett und dachte nur noch an die Dekoration und seine Lampen. Wie konnte er die nur noch Heil aus dem Zelt heraus bekommen? Es gelang, denn da waren ja noch Richard Tischendorf und Willi Schröder. Die Beiden kamen glücklicherweise zu Hilfe und so gelang auch noch das letzte Stück Arbeit der Session 1984.

In den 80er Jahren hatte sich also schon sehr viel Arbeit dem Vorstand entgegen gestellt, aber es sollte noch mehr kommen.

Da der Präsident Albert Hoffmann seinen Wohnsitz in St. Augustin bei Bonn hatte, ergaben sich daraus doch mehr Probleme als zuvor angenommen. Viele Besprechungen konnten nur per Telefon durchgeführt werden, obwohl Albert Hoffmann sich sehr bemühte, so oft wie möglich persönlich mit dem Vorstand in Dürboslar zusammen zu kommen.

Trotz alledem legte er im Laufe des Jahres 1984 sein Amt nieder. Es war ein großer Verlust für die KG, einen so jungen Präsidenten mit einer so großen Zukunft zu verlieren.

So machte sich also der Vorstand erneut auf die Suche nach einem neuen Präsidenten. Gleichzeitig musste man aber auch nach einem neuen 1. Vorsitzenden suchen, denn Johannes Hens hatte nach vielen Jahren der Arbeit sein Amt nieder gelegt. Man fragte sich in der Gesellschaft, wie man das verkraften sollte, denn ein Mann mit so viel Erfahrung war nicht einfach so zu ersetzen. Der Nackenschläge nicht genug verließ auch der 1. Geschäftsführer Claus Gabler den Vorstand. Wie sollte nun auch noch die Ruhe, die Ausgeglichenheit, die fleißige Biene des Vereins – Claus- ersetzt werden?

Fragen über Fragen stellten sich der Hauptversammlung am 03.10.84. Sie wurde geleitet von Peter Kramp jun.. Da sich die Kandidatenfindung für den Vorstand als sehr schwierig erwies wurde die Wahl des Präsidenten vorgezogen.

Vorgeschlagen und gewählt wurde Hans Sommer.

Hans Sommer
Hans Sommer

Nach ausgiebiger Diskussion über die Ämter des 1. Vorsitzenden und des 1. Geschäftsführers wurden der Versammlung Wolfgang Klems als 1. Geschäftsführer und Hubert Peters, seines Zeichens Ortsvorsteher, als 1. Vorsitzender vorgeschlagen. Cläre Kramp erklärte sich bereit, im Falle einer Wiederwahl weiter 1. Kassiererin zu bleiben. Alle drei wurden gewählt und nahmen die Wahl an. Außerdem gewählt wurden

2. Vorsitzende                         Irmtrud Franken

2. Kassiererin             Silvia Schneiders

 

im Amt bestätigt:

Andreas Kleinermann als 2. Geschäftsführer.

 

So konnte man nun in die Session 1985 starten.

Am 04.01.1985 traf man sich dann noch einmal zu einer Versammlung. Als einer der Tagesordnungspunkte wurde über eine Satzung für den Verein, die den Mitgliedern vor der Versammlung zur Kenntnis gegeben wurde, diskutiert. Ausgearbeitet worden war sie unter der Tatkräftigen Mitarbeit von Präsident Hans Sommer und Beisitzerin Monika Pütz. Bis auf einige kleinere Änderungen wurde die Satzung einstimmig verabschiedet und trat somit in Kraft.

Die Session 1985 kam, der neue Präsident Hans Sommer begeistere das Dürboslarer Publikum. Es spendete Ihm und seinen Aktiven stehende Ovationen. Das hatte Dürboslar noch nicht erlebt. Denn als neuen Programmpunkt hatte der Vorstand den Kirchenchor unter der Leitung von Siegfried Lautermann zur Mitwirkung begeistern können. Mit Rheinischen Liedern wurde das Publikum in Schwung gebracht, das hatte man vom Chor nicht erwartet, der Chor hat die KG dann einige Jahre in hervorragender Weise unterstützt .Auf neue Überraschungen brauchte man allerdings nicht lange warten. Der Winter 1986 wurde sehr kalt, das Zelt war kaum zu heizen. Der Vorsitzende persönlich fuhr nach Alsdorf um dort bei einer Firma Plastikfolie zu holen. Damit wurde das Zelt von außen isoliert. Beim Aufbau und den Proben fühlte man sich in den Krieg zurück versetzt. Um das Zelt zu heizen besorgten einige Mitglieder Kanister mit Heizöl, damit die Stimmen der Gesangsgruppen und die Hände der fleißigen Helfer nicht einfroren.

Der Besuch der Sitzung war dem entsprechend. Eine miese Stimmung herrschte nach der Session im Verein. obwohl Hans Sommer glanzvoll durch das Programm der Sitzung geleitet hatte und er mehr Zuspruch vom Publikum verdient gehabt hätte. Ganz zu schweigen von den Aktiven, die auch alle sehr niedergeschlagen waren.

Im Oktober 1986 schied Geschäftsführer Wolfgang Klems aus dem Vorstand aus. Neben der Vorstandsarbeit war ja auch noch seine Arbeit im Team der Bühnenbauer mit Richard Tischendorf und Willi Schröder, die durch den Aufbau im Zelt doch sehr stressig war. Als Geschäftsführerin wurde auf der Versammlung im Mai Monika Pütz bestätigt, die bis dahin das Amt kommissarisch übernommen hatte.

Es wurde bereits viele Zeilen vorher von Vorstandsmitgliedern gesprochen, die schon lange und bis zum heutigen Tag die Geschicke der Gesellschaft lenken. Zu diesen gehört auch Monika Pütz, die selbst von sich sagt, Karneval sei ihr Hobby. Seit 1981 gestaltet sie die KG Schlemmännchere mit. Zunächst als Beisitzerin, allerdings nicht nur zum bei sitzen, sondern schon sehr aktiv bei der Unterstützung des Geschäftsführers. Dieses Amt übernahm sie dann wie vorher berichtet 1986 und bekleidet es bis heute mit viel Enthusiasmus. Würde man alle ihre Ideen in die Tat umsetzen können, würde die Sitzung des Festkomitees Kölner Karneval nicht im Gürzenich zu Köln stattfinden, sondern im Saal Köbgens in Dürboslar.

1987 standen dann Neuwahlen des Vorstands an. Hubert Peters als Vorsitzender und Ortsvorsteher konnte beide Ämter nicht mehr bekleiden. Aber er hatte 2 Jahre zuvor die KG vor großen Schwierigkeiten bewahrt als er aus der Verantwortung des Ortsvorstehers heraus den Vorsitz übernahm. Als zu dieser Zeit in Sachen Vorsitz nichts ging, hatte er das Herz für den Karneval in Dürboslar und hoffte,  wenn man erst mal über´n Berg war würde es schon weiter gehen.

Er sollte Recht behalten.

Bei den Neuwahlen fanden sich Karnevalisten die weiter machen wollten. Es wurden in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzende              Irmtrud Franken

2. Vorsitzender            Josef Pfennings

1. Geschäftsführerin    Monika Pütz

2. Geschäftsführer       Andreas Kleinermann

1. Kassiererin              Cläre Kramp

2. Kassierer                Rainer Koch

Beisitzer                     Beate Franken,

Willi Gillessen

Präsident                    Hans Sommer

Vizepräsident             Dr. Peter Kramp

 

Im Januar 1988 trat die KG Schlemmännchere dem Bund Deutscher Karneval bei.

1989 – ein entscheidendes Jahr für die KG, es war ja auch ein paar Jahre zu gut gegangen.

Die Familie Hauch hatte Ihre Aktivitäten im Saal reduziert, so dass der Saal den Vereinen wieder zur Verfügung stand. Aber es hatte sich die Situation im Dorf geändert. Die Familie Sevenich hatte ihren Saal einige Jahre vorher renoviert und dem wieder gegründeten Tischtennisverein zur Verfügung gestellt. Aus Platz und Lichtmangel hatte sich der Verein aber für den Saal an der Landstraße entschieden. Eine Chance für die KG.

Bei einer Versammlung am 05.06.89 entschieden die Mitglieder, in Zukunft den Saal Sevenich, wegen seiner zentralen Lage und seinen guten Umkleidemöglichkeiten, zu nutzen. Aus der Vergangenheit kannte man ja Arnold Sevenich in seiner Art, mit Vereinen umzugehen und mit der Wirtin Manuela Sevenich hoffte man auf eine gute Zusammenarbeit. In dieser Meinung wurde man nicht enttäuscht. Es wurde bis zum heutigen Tag eine sehr gute!